Hallo Elle.

 

Hallo!

 

Elle, wie spricht man das eigentlich aus?

 

Einfach Ell. Ohne e am Ende.

 

Wie die Zeitschrift?

 

(lacht) Nein, die Zeitschrift spricht man aus wie meinen Namen. Ja, ok. Wie die Zeitschrift.

 

Also „Sie“.

 

Genau.

 

Und woher kommt der Name bzw. wie kommst du zu diesem Namen?

 

Getauft haben sie mich Elisabeth. Und ich freue mich auch, so genannt zu werden. Es hat in der
Gruppe, wo ich zum ersten Mal mit Latihan, Clearing, Intentiondialog und spirituelle Sexualität
in Berührung gekommen bin, zwei andere Elisabeths gegeben. So wurde ich erst zu Elly (ich
war mit meinen knapp 17 Jahren auch die Jüngste dort) und 10 Jahre später zu Elle.
Und vorerst bleibe ich dabei. Denn ich stehe für „Sie“. Für das Weibliche.

Für weibliche Spiritualität. Für Frau-Sein jetzt und hier.

 

Und ganz nebenbei: Das Frauenbild, das die Zeitschrift „Elle“ vertritt, empfinde ich als arm
einseitig.
Sehr, sehr schade! Viele Jahre habe ich, so wie viele Frauen, diesem scheinbaren Ideal nachgeeifert. Viel Energie ging
in Selbsthass, Scham und Schuldgefühle. Doch heute bin ich erwachsen und erwacht genug, um
für immer mehr Facetten des Frau-Seins einzustehen. Lasst uns Frau-Sein in JEDER Phase
unseres Lebens feiern! Und auch mit absolut jedem Gewicht! Es braucht wohl eine sehr gesunde
Portion Selbstbewusstsein, gegen den Strom der Zeit aufrecht zu stehen. Mit Bauch und Busen und
Arsch. Und sich - ohne Trotz - doch mit einem Herzen, so groß, dass es alles, was ist, in sich trägt und es
als schön, stark und wundervoll wahrnimmt.
Diese Haltung gilt es, meines Empfindens nach, als Frau, als Mensch einzunehmen. Diese Haltung
brauchen wir in unserer neuen Gesellschaft!

 

Du sagst: in jeder Phase des Frau-Seins. Kannst du darüber mehr sagen?
 

Was meinst du? Ich denke, es ist eh offensichtlich:
Es wird genau EIN einziger Typ von Frau und ein einziger Lebensabschnitt als DAS Idealbild verkauft.
Jung, schlank, spartanisch.
Und was ist mit Schwangeren? Und nach der Geburt? Fülle und Überfluss? Schon mal wirklich
die Schönheit vom Körper einer Frau empfangen, die Kinder gebärt und jahrelang gestillt hat?
Oder dann um die 50- oder 80-Jährige. Die Schönheit, die Weisheit, die Kraft, die Frau in
JEDEM Alter ausstrahlen kann, will ich erfahren, erkennen und sichtbar machen.

 

Du arbeitest ja auch mit Schwangeren und Gebärenden.
 

Ja, ich bin Doula und unterstütze Frauen, selbstbestimmt zu gebären.
Sei es nun Kinder oder andere Ideen, die sie „unterm Herzen“ trugen und nun das Licht der Welt erblicken.

 

Arbeitest du auch mit Männern?
 

Klar. Männer, Frauen, Fraumänner, Mannfrauen und alles dazwischen.
Wir sind Götter, inkarniert als Menschen. Ich unterstütze, beim Gebären, beim bewussten
Erschaffen.
In dem Zusammenhang möchte ich von meiner Mama erzählen, die mir seit Jahren zum
Muttertag gratuliert. Auch meinen Geschwistern und meinem Vater. Mit der Begründung, dass
jeder Mensch mütterliche Anteile hat und diese geehrt gehören.

 

Wunderschön. Was ist, neben deiner biologischen Familie, dein Background?
 

In erster Linie Latihan (dazu gibt es eine ganze Seite auf der Homepage).
Und „Intention Dialog“, entwickelt von Greg Ehmka, der 16 Jahre lang mein wichtigster
Mentor, Lehrer und meine durchdringendste Herausforderung war.
Sowie Emotional Clearing. Siehe auch Biodynamik.

(Wilhelm Reich – sehr empfehlenswert die Youtube-Videos von Bernd Senf zum Thema!!!)

Außerdem habe ich Schauspiel studiert, was hin und wieder unübersehbar durchscheint.
Des weiteren interessiere ich mich sehr für alternative Schulsysteme, habe vor einigen Jahren
eine Montessori-Ausbildung gemacht, bin nun sehr erfreut über die Idee des „Freilernens“ und
„Laising“. Ich liebe es, meinen beiden Patenkindern beim Aufwachsen ohne Schule
zuzuschauen und zeitweise zu begleiten.

 

Montessori? Du bist also auch Lehrerin?
 

Eher Leererin (lacht).

Mit den Werkzeugen  (Emotional Clearing, Intention Dialog, Latihan, ... ) unterstütze ich die Menschen,  

„auszuleeren“ - einen freien Raum in ihnen entstehen zu lassen.

Dieses Leer-werden ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit und essenziell, um dich anschließend wieder

selbstermächtigt mit dem zu „erfüllen“, was dir wirklich entspricht

und somit wieder BEWUSST SchöpferIn der eigenen Wirklichkeit zu werden.

Dies geschieht  in den Kursen und seit März 2016 gibt es auch die Ausbildung, die wir
„Herausbildung“ nennen. Im ersten Jahr wird die Basis der Arbeit soweit verinnerlicht, dass man
selber diese Kurse geben kann bzw. die Arbeit auf seine ganz eigene Art weitergeben kann.
Wir haben im derzeitigen ersten Jahrgang ausschließlich Menschen, die selber Gruppen leiten.

 

Du hast ja mal gesagt, diese Arbeit ist für „spirituelle Vorausgeher“.
 

Natürlich kann fast jeder, der sich von der Arbeit angezogen fühlt, kommen.

Doch es kristallisiert sich sehr stark heraus, dass beinahe jeder selber Gruppen leitet und diese auf
ein neues Niveau der Selbstermächtigung bringt.


 

Was meinst du mit „fast“ jeder kann diese Arbeit machen?


Psychische Gesundheit ist Voraussetzung!! Die Workshops sind KEINE Therapie!! Und es kann und will Therapie
nicht ersetzen. Es lässt sich aber sehr gut mit Psychotherapien ergänzen und im Einzelfall kann man im
persönlichen Gespräch - und mit Rücksprache des Therapeuten - schauen, ob Latihan & Co.
momentan geeignet sind.


Ich möchte gerne nochmal zurück zur „Herausbildung“ gehen, wie du die Ausbildung nennst.

Kannst du dazu noch mehr sagen? Was sind die Voraussetzungen dafür?


Gerne. Also Voraussetzung ist mindestens ein Jahr Erfahrung mit dieser Arbeit, 3 Basiskurse, 2
Tantrahankurse sowie das OK meinerseits und vom Team.


 

Warum so strenge Kriterien? Willst du nicht so viele Menschen wie möglich in der Akademie?


(lacht wieder) Nein. Echt nicht. Ich möchte Menschen, die echt passen fürs Team und mich
und für die diese Arbeit auch echt passt. Wie gesagt, diese Arbeit ist nicht für jeden!
Ein Jahr Vorlaufzeit ist nötig, damit man mal an seine eigenen Grenzen kommt mit dieser Arbeit.
Denn anfangs ist die Gefahr noch, dass man komplett enthusiastisch alle im Umkreis
missionieren will. Das möchte ich, sofern es mir möglich ist, verhindern.
Auch reicht ein Jahr, um geerdete, fürs Umfeld klar sichtbare Resultate dieser Arbeit im eigenen
Leben zu haben.


Wie zum Beispiel?


Was auch immer du wählst. Darum geht es bei dieser Arbeit: immer klarer spüren, was dir
wirklich entspricht und immer bewusster, dramafreier, entspannter und schneller dies manifestieren.
Sowohl zum eigenen, als auch zum Wohle aller. Das WIRD früher oder später dein Umfeld stark
beeinflussen. So ist es eben.


Danke für das Interview.


Danke auch!

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